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Wohin wirst du geh’n

Wohin wirst du geh’n,
wenn die Treppe nur drei Stufen hat,
und der Himmel für dich unerreichbar ist,
wenn die Sonne dein Gesicht verbrennt,
wenn der Regen deinen Namen kennt,
wenn das Taxigirl das Wechselgeld vergisst…

Wohin wirst du geh’n,
wenn du untergehst im Strom der Zeit,
wenn du einsam unter tausend Menschen bist,
wenn das Neonlicht die Nacht erhellt,
und du dir ein Lächeln kaufst für Geld,
und wenn du im Rausch die Welt um dich vergisst.

Wohin wirst du geh’n, wenn der Tag erwacht?
Und was willst du denn auch sagen nach dieser Nacht?
Ihr habt euch im Flug an den Händen gefasst,
doch am Morgen, da habt ihr die Landung verpasst.

Ihr habt so viel Gefühl auf dem Zettel zu steh’n.
Das wird nicht mehr stärker, darum willst du geh’n.
Und vielleicht denkt sie morgen von dir nicht so schlecht.
Wenn sie dann vielleicht lächelt, dann ist es dir recht.

Wohin wirst du geh’n,
wenn die Zeit g’rad’ keine Zeit mehr hat,
wenn die Uhr der Welt auch heut’ nicht für dich tickt.
Wenn dein Segel keinen Wind verspürt,
wenn dein Kompass in die Irre führt,
wenn zur Weihnacht niemand eine Karte schickt.